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{{Infobox Landkreis
|Name = Euskirchen
|Wappen = Wappen Kreis Euskirchen.svg
|Karte = Locator map EU in Germany.svg
|Breitengrad = 50.6692
|Längengrad = 6.7838
|Lageplan = North rhine w EU.svg
|Bundesland = Nordrhein-Westfalen
|Regierungsbezirk = Köln
|Landschaftsverband= Rheinland
|Verwaltungssitz = Euskirchen
|Kreisschlüssel = 05366
|NUTS = DEA28
|Gliederung = 11
|Adresse = Jülicher Ring 32
53879 Euskirchen
|Website = www.kreis-euskirchen.de
|Landrat = Günter Rosenke
|Partei = parteilos
}}

Der '''Kreis Euskirchen''' ist eine Gebietskörperschaft im äußersten Südwesten des Landes Nordrhein-Westfalen mit ). Verwaltungssitz ist die namensgebende Kreisstadt Euskirchen.

Geografie

Lage

Der Kreis liegt im Südwesten von Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Belgien. Südlich des zu Hellenthal gehörenden Ortsteils Kehr, am Losheimer Landgraben (nicht zu verwechseln mit dem Losheimergraben), liegt der südlichste Punkt Nordrhein-Westfalens.

Im Norden des 1.248,86?km² großen Kreisgebietes befinden sich am südlichen Teil der Kölner Bucht die Zülpicher Börde sowie die Ausläufer der Ville, der der ungefähre Grenzverlauf von Nordwesten in Richtung Südosten folgt. Im Westen verläuft die Grenze entlang der Rureifel bis hinauf zum Zitterwald und entlang des Our-Tales und der Schnee-Eifel. Südlich befindet sich das Obere Kylltal sowie die Anfänge des Ahrgebirges und der größte Teil des Münstereifeler Walds.

Das nördliche Kreisgebiet im Bereich der Städte Euskirchen und Zülpich sowie der Gemeinde Weilerswist ist geprägt von großen Flachland-Flächen, die vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Der südliche Teil wird durch die Erhebungen der Eifel mit großflächigen Waldgebieten bestimmt, die insgesamt 36,1 % der Gesamtfläche einnehmen.

Der Kreis Euskirchen hat in Nord-Süd-Richtung eine maximale Ausdehnung von 47?km. Der nördlichste Punkt liegt südlich von Brühl im Forst Ville zwischen der Bundesautobahn 553 und der L?194, der südlichste, der zugleich der südlichste des Landes Nordrhein-Westfalen ist, liegt, wie zuvor erwähnt, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz auf dem Gebiet der Gemeinde Hellenthal. In Ost-West-Richtung dehnt sich das Kreisgebiet über maximal 42?km aus. Der westlichste Punkt befindet sich in Nähe der Oleftalsperre bei Hellenthal an der Grenze zu Belgien, an der Rocherather Straße, die auf belgischer Seite durch das Gebiet des Truppenübungsplatzes Elsenborn führt. Der östlichste Punkt liegt im Münstereifeler Wald, nahe dem Rheinbacher Ortsteil Todenfeld und der Ortsgemeinde Berg in der Verbandsgemeinde Altenahr.

Der höchste Punkt befindet sich mit bei Burg Kühlseggen in der Gemeinde Weilerswist.

Gewässer

Knapp 14?km² des Kreises bestehen aus Wasserfläche, was etwa 1,1 % des Gesamtgebietes entspricht. Der größte Teil davon liegt im Gebiet der Eifel. Während die Anzahl von Fließgewässern sehr hoch ist, sind keinerlei natürliche Seen vorhanden.

Flüsse und Bäche

Vorwiegend in den Höhenlagen der Eifel sind zahlreiche Quellgebiete von Bächen und Flüssen sowie Wasserscheiden zu finden. Im Kreis Euskirchen entspringen unter anderem die vier wichtigsten, das Kreisgebiet durchfließenden Flüsse Erft, Ahr, Kyll und Urft. Während Erft und Ahr direkt in den Rhein münden, entwässert die Kyll zunächst in die Mosel und die Urft in die Rur, die in die Maas mündet.

Seen und Talsperren

Alle nennenswerten Stillgewässer sind künstlich angelegt worden. Die Stauseen entstanden vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre als Talsperren zur Wassergewinnung und Stromerzeugung oder als Hochwasserrückhaltebecken. Die beiden Baggerseen bei Zülpich stammen aus den 1970er Jahren und sind durch den Braunkohle-Tagebau entstanden. Einige der Gewässer sind als Naherholungsgebiet für die Freizeitgestaltung als Bade- oder Wassersportsee ausgelegt.

{| class="wikitable"
|-
! Name || Lage || Speicherraum || Oberfläche || Nutzung
|-
| Urfttalsperre
| Schleiden-Gemünd
| align="right" | 45,51 Mio. m³
| align="right" | 230 ha
| Hochwasserschutz
Niedrigwasseraufhöhung
Energieerzeugung
|-
| Oleftalsperre
| Hellenthal
| align="right" | 19,3 Mio. m³
| align="right" | 110 ha
| Hochwasserschutz
Niedrigwasseraufhöhung
Trink- und Brauchwassergewinnung
Energieerzeugung
|-
| Wassersportsee Zülpich
| Zülpich
|| align="right" | 85 ha
| Wassersport- und Badesee
|-
| Naturschutzsee Füssenich (Neffelsee)
| Zülpich-Füssenich/Geich
|

| align="right" | 70 ha
| Naturschutzsee
|-
| Kronenburger See
| Dahlem-Kronenburg
| align="right" | 2,7 Mio. m³
| align="right" | 27 ha
| Hochwasserschutz
Wassersport- und Badesee
|-
| Steinbachtalsperre
| Euskirchen-Kirchheim
| align="right" | 1,06 Mio. m³
| align="right" | 14,6 ha
| Niedrigwasseraufhöhung
Brauchwassergewinnung
|-
| Freilinger See (Stauanlage Weilerbach)
| Blankenheim-Freilingen
| align="right" | 0,73 Mio. m³
| align="right" | 9 ha
| Wassersport- und Badesee
|-
| Madbachtalsperre
| Euskirchen-Kirchheim
| align="right" | 68.500 m³
| align="right" | ? ha
| Brauchwassergewinnung
|}

Bauwerke

Im westlichen Teil des Kreisgebietes, insbesondere am Verlauf der Grenze zu Belgien, befinden sich bedeutende Ruinen und erhaltene Anlagen des ehemaligen Westwalles.

Im Stadtgebiet von Bad Münstereifel gibt es zwei Radioteleskope zu bewundern. Den 25-m-Astropeiler auf dem Stockert (Berg), das erste Radioteleskop Deutschlands und seit 1999 Industriedenkmal. Das Radioteleskop Effelsberg, mit 100?m Durchmesser das größte vollbewegliche Radioteleskop Europas und das zweitgrößte weltweit.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Euskirchen Platz 274 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit ?ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix? für die Zukunft.

Verkehr

Schienenverkehr

Die Erschließung mit Bahnlinien begann 1864, als die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft eine Strecke von Düren zur Kreisstadt Euskirchen eröffnete. Von hier wurde die Trasse zwischen 1865 und 1870 weiter in die Eifel hineingeführt, während die direkte Verbindung von Köln her erst 1875 fertiggestellt war.

Die Preußische Staatsbahn erbaute vom Knoten Euskirchen ferner Bahnen nach Bonn (1880) und Bad Münstereifel (1890). Außerdem gingen von der Eifelstrecke noch folgende Zweigbahnen ab:

  • 1884: Kall ? Hellenthal
  • 1912: Jünkerath?? Losheim ? Weywertz und
  • 1912/13: Blankenheim Wald?? Ahrdorf?? Dümpelfeld mit Anschluss Ahrdorf ? Lissendorf

Die Euskirchener Kreisbahnen erschlossen 1895 einige abseits der Hauptlinien gelegene Gegenden durch die Schmalspurbahnen Euskirchen?? Mülheim-Wichterich?? Liblar und Mülheim-Wichterich?? Zülpich?? Satzvey?? Arloff.

In Zülpich Stadt bestand seit 1909/11 Anschluss an die Strecke Düren?? Zülpich?? Embken der Dürener Kreisbahn.

Die Eisenbahnen umfassten schließlich ein Netz von 214?km Länge. Davon sind für den Personenverkehr heute nur noch 84?km übrig geblieben, nachdem zahlreiche (Neben-)Strecken stillgelegt wurden.

Heute stellt die Stadt Euskirchen mit ihrem Bahnhof den zentralen Schienenverkehrsknoten im Kreisgebiet dar. Hier treffen sich die folgenden Strecken:

  • Bördebahn (''Euskirchen?? Zülpich?? Düren'', nur Güter- und Saisonverkehr)
  • Voreifelbahn (KBS 475, ''Euskirchen?? Meckenheim?? Bonn'')
  • Eifelstrecke (KBS 474, ''Köln?? Weilerswist?? Euskirchen ? Mechernich?? Kall?? Nettersheim?? Blankenheim (Wald)?? Dahlem?? Trier'')
  • Erfttalbahn (KBS 475, ''Euskirchen?? Bad Münstereifel'')

Zusätzlich findet auf der Oleftalbahn ''Kall?? Schleiden?? Hellenthal'' an Sonn- und Feiertagen ein Museumsbahnverkehr statt.

ÖPNV

Der Kreis Euskirchen ist Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der ÖPNV wird von folgenden Verkehrsunternehmen durchgeführt:

Konzessionsinhaber und Aufgabenträger ist dabei die

Seit dem 7. Januar 2002 wird ein Großteil des ÖPNV abseits dichter besiedelter Gebiete (wie der Stadt Euskirchen und dem Schleidener Tal) als TaxiBus durchgeführt. Dabei werden die Linien mit Taxen im Stundentakt bedient, allerdings muss sich der Fahrgast spätestens 30?Minuten, bei Schäfer Reisen 60?Minuten, vor der planmäßigen Abfahrt telefonisch anmelden. Nachdem für den TaxiBus anfangs nur der normale Fahrpreis (VRS-Tarif) entrichtet werden musste, wird seit einigen Jahren zusätzlich ein geringer Zuschlag erhoben. Seither wird der TaxiBus im Kreis Euskirchen unter dem Namen ''TaxiBusPlus'' vermarktet.
Auf nachfragestarken Fahrten wie in der Hauptverkehrszeit kommen weiterhin normale Omnibusse zum Einsatz, im Schülerverkehr ergänzt durch spezielle ?Schulbuslinien?.

Straßen

Die wichtigste Straßenverbindung im Kreis Euskirchen und für einen Großteil der Eifel ist die A 1. Die so genannte Eifelautobahn entstand ab 1977 mit dem 16,9?km langen Teilstück vom Autobahnkreuz Bliesheim über die Anschlussstelle Euskirchen (110) bis nach Wißkirchen (111). 1981 wurde der 8,5?km lange Abschnitt bis Bad Münstereifel/Mechernich (112) fertiggestellt und im folgenden Jahr die restlichen 13,4?km mit Anschluss bei Nettersheim (113) bis zum derzeitigen Autobahnende bei Blankenheim (114). Das fehlende Teilstück bis zum südlichen Abschnitt der A?1 bei Daun wird im Bundesverkehrswegeplan 2003 als vordringlicher Bedarf geführt, so dass mit der Weiterführung gerechnet werden kann. Im Norden des Kreisgebietes verläuft seit 1970 außerdem die A 61 mit der Anschlussstelle Weilerswist (25).

In den 1970er Jahren wurden zwei weitere Autobahnen im Kreisgebiet geplant. Die A?545 sollte von Aachen über Schleiden und Kall bis zur A?1 bei Nettersheim führen. Bis in die 1990er Jahre gab es Planungen für die A?56 von der niederländischen Grenze bei Heinsberg über Düren, Zülpich, Euskirchen bis nach Bonn. Bei Euskirchen wurden dafür bereits umfangreiche Vorleistungen erbracht, wie z.?B. das Autobahnkreuz Euskirchen, das heute Teil der gleichnamigen Doppelanschlussstelle ist.

Durch das Kreisgebiet verlaufen auch zahlreiche Bundesstraßen. Die wichtigste die die B 51, die in Euskirchen sowie im südlichen Bereich ab Blankenheim stark befahren ist, da sie dort den Verkehr der nicht fertiggestellten A?1 aufnehmen muss. Die B 56 ist zwischen Zülpich und Euskirchen auf der Trasse der geplanten A?56 als Kraftfahrstraße ausgebaut und soll als nördliche Ortsumfahrung von Euskirchen verlängert werden. Die B 258 verläuft von Mayen über Blankenheim und Schleiden durch den Nationalpark Eifel bis nach Aachen. Ebenso durch den Nationalpark führen die B 265 von Köln über Zülpich, Schleiden und Hellenthal bis nach Prüm, die etwa 28?km entlang der Grenze zu Belgien verläuft, sowie die B 266 von Simmerath über Schleiden, Mechernich und Euskirchen bis Linz am Rhein. Beim Hellenthaler Ortsteil Losheim beginnt die B 421, die anfangs mehrfach die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz überquert und bis nach Kirn im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz führt. Die in Neuss beginnende B 477 führt im Kreisgebiet über Zülpich und Mechernich bis nach Nettersheim-Tondorf, wo sie endet.

Unternehmen

Die Unternehmensstruktur ist mittelständisch geprägt. Größtes Unternehmen mit Sitz im Kreis ist Papstar in Kall. Größere Unternehmen mit Standorten im Kreis Euskirchen sind unter anderem Miele, Pfeifer & Langen und Procter & Gamble in Euskirchen, Albis Plastic in Zülpich sowie Eaton Industries in Zingsheim.

Der Nordosten des Kreises mit verkehrsgünstiger Lage an den Autobahnen 1 und 61 ist bedeutender Logistikstandort mit Logistikzentren von dm, DSV und Galeria Kaufhof in Weilerswist sowie von DHL und Schenker in Euskirchen.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis Euskirchen bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ''EU'' zugewiesen.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Schleiden Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren DA bis EZ und den Zahlen von 100 bis 999.

Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 20. Februar 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen ''SLE'' (Schleiden) erhältlich.

Sonstiges

  • Die Sagenwelt des Kreises Euskirchen ist bevölkert von zahlreichen Werwölfen und Werwölfinnen u. a. eine Erinnerung an die zahlreichen Wolfsrudel, die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts das Gebiet zwischen Eifel und Erft heimsuchten.
  • Sparkasse siehe Kreissparkasse Euskirchen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise